Wie bereite ich Schungitwasser korrekt zu / Schungit-Wasser herstellen

Schungitwasser herstellen – Anleitung, Dosierung, Sicherheit & wissenschaftliche Einordnung

Verfasst von: Andreas Krobath, Schungit-Experte (Erfahrung seit 2003), Fachautor, Buchautor und Betreiber von Edelschungit.eu und Heilpraktiker für Naturheilkunde (international zertifizierter bei CPD, CMA, IPHM).

Schungitwasser gehört zu den bekanntesten traditionellen Anwendungen von Schungit. Viele Anwender möchten wissen, wie man Schungit korrekt ins Wasser legt, welche Menge pro Liter sinnvoll ist und wie lange die Ziehzeit betragen sollte.

Dieser Artikel erklärt sachlich und Schritt für Schritt die Herstellung von Schungitwasser, geeignete Schungit-Arten, Dosierung, Unterschiede zwischen direkter und indirekter Methode sowie wichtige Sicherheitsaspekte. Die Darstellung erfolgt ohne gesundheitliche Heilversprechen.

schungit faq

Was ist Schungit?

Schungit ist ein natürlich vorkommendes, kohlenstoffhaltiges Gestein aus Russland. Besonders bekannte Vorkommen befinden sich in der Region Karelien. Je nach Kohlenstoffanteil unterscheidet man verschiedene Typen.

  • Typ I (Edelschungit / Elite-Schungit): Hoher Kohlenstoffanteil (ca. 75–98 %)
  • Typ II und III: Geringerer Kohlenstoffgehalt
  • Industrieller Schungit: Wird als Füll- oder Baustoff verwendet

Mehr zu den einzelnen Schungit Typen und Kategorien – siehe unser Schungit Lexikon.

Für die Wasseranwendung wird in der Praxis überwiegend Typ I verwendet.

Welcher Schungit eignet sich für Wasser?

  • Edelschungit Typ I: Hoher Kohlenstoffanteil, bevorzugt für Wasseranwendungen.
  • Schungit Typ II / III: Eher für Dekoration oder Schmuck geeignet.
  • Rohsteine oder Trommelsteine: Naturbelassen, unbehandelt, frei von Lacken oder chemischen Beschichtungen.

Wichtig ist, dass die Steine sauber und frei von künstlichen Oberflächenbehandlungen sind.

Schungitwasser herstellen – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt Beschreibung
1. Steine reinigen Schungit-Steine gründlich unter fließendem Wasser abspülen. Bei Bedarf vorsichtig abbürsten. Keine Reinigungsmittel verwenden.
2. Wasser vorbereiten Frisches Trinkwasser verwenden. Glas- oder Keramikgefäße bevorzugen. Keine Metallbehälter nutzen.
3. Dosierung Schungit Typ II: ca. 100 g pro Liter Wasser und bei Edelschungit Typ I: ca. 10g pro Liter Wasser verwenden.
4. Ziehzeit Schungit Typ II: ca. 8–48 Stunden und bei Edelschungit Typ I: ca. 8-16 Stunden ziehen lassen.
5. Verwendung Steine entnehmen oder im Gefäß belassen. Wasser kühl und zugedeckt lagern und innerhalb weniger Tage verbrauchen.

Wie viel Schungit pro Liter Wasser?

In der Praxis werden meist folgende Mengen verwendet:

  • 50 g Schungit Typ II pro Liter – leichte Anwendung
  • 100 g Schungit Typ II pro Liter – Standarddosierung
  • 10–20 g Edelschungit Typ I pro Liter – In der Praxis häufig verwendet

Eine höhere Menge führt nicht automatisch zu stärkeren Eigenschaften. Mehr darüber und wie das Schungitwasser wirken kann, siehe Schungitwasser!

Wie lange sollte Schungit im Wasser bleiben?

  • Mindestzeit: ca. 6-8 Stunden
  • Übliche Ziehzeit: 24 Stunden
  • Empfohlene Maximalzeit: 48 Stunden bei Schungit Typ II

Längere Ziehzeiten bei Schungit Typ II können zu einer stärkeren Trübung durch feine Kohlenstoffpartikel führen. Dies ist bei der Verwendung von Edelschungit Typ I durch sehr hohen Kohlenstoffanteil in der Regel geringer.

Direktkontakt oder indirekte Methode?

Direktkontakt

Die Steine liegen direkt im Wasser.

  • Vorteil: gesamte Oberfläche im Kontakt
  • Nachteil: mögliche Ablagerungen oder feine Partikel

Indirekte Methode

Der Schungit befindet sich in einem separaten Glasröhrchen oder Behälter im Wasser.

  • Vorteil: weniger Partikel im Wasser
  • Nachteil: reduzierte Kontaktfläche

Beide Methoden sind grundsätzlich praktikabel.

Reinigung und Haltbarkeit

  • Einmal monatlich unter fließendem Wasser reinigen
  • Bei sichtbaren Ablagerungen vorsichtig abbürsten
  • Keine Reinigungsmittel verwenden
  • Bei Nichtgebrauch trocken lagern
  • Maximale Verwendung: 12-16 Monate, danach austauschen

Wissenschaftliche Einordnung

Schungit enthält verschiedene Kohlenstoffstrukturen, darunter sogenannte Fullerene. Diese Molekülformen wurden in Laboruntersuchungen analysiert. Laborstudien zeigen, dass bestimmte Kohlenstoffstrukturen organische Stoffe adsorbieren können. Eine diesen zahlreichen Studien weisst auf eine mögliche antioxitative Wirkung hin (Quelle: Studie DOI – 10.3390/antiox10071121). Es existieren jedoch keine hochwertigen klinischen Humanstudien oder anerkannten medizinischen Leitlinien, die gesundheitliche Wirkungen von Schungitwasser bestätigen. Weitere Studien zum Schungit findet ihr auf Schungit Studien – siehe Link!

Schungitwasser ist daher als traditionelle Anwendung eines Naturmaterials einzuordnen, nicht als medizinisches Verfahren.

Sicherheitshinweise

  • Kein Ersatz für hygienisch geprüftes Trinkwasser
  • Keine medizinische Behandlung ersetzen
  • Bei Unsicherheit Wasserqualität prüfen lassen
  • Bei ungewöhnlicher Trübung nicht verwenden

Häufige Fragen (FAQ)

Wie lange ist Schungitwasser haltbar?
Gekühlt in der Regel 2–3 Tage.

Kann Schungit dauerhaft im Wasser bleiben?
Ja, regelmäßige Reinigung wird empfohlen.

Ist eine dunkle Färbung normal?
Eine leichte Trübung durch Kohlenstoffpartikel ist bei der Verwendung von Schungit Typ II möglich, bei Edelschungit Typ I ist das nicht der Fall.

Ist Edelschungit besser als normaler Schungit?
Edelschungit enthält einen höheren Kohlenstoffanteil (75-98%) und weniger Verunreinigung. Ob dies praktisch relevant ist, hängt von der Anwendung ab.

Fazit

Schungitwasser kann mit naturbelassenem Schungit bzw. Edelschungit, sauberem Trinkwasser und angemessener Ziehzeit einfach zu Hause hergestellt werden. Entscheidend sind eine sachgemäße Dosierung, regelmäßige Reinigung der Steine und ein verantwortungsvoller Umgang mit Trinkwasserqualität.

Die Grenzwerte für Trinkwasser sind in der Trinkwasserverordnung Österreich festgehalten. Der ph-Wert z.B. bestimmt, ob das Wasser sauer, neutral oder alkalisch ist und sollte zwischen 6,5 und 9,5 liegen. In Deutschland zum Beispiel sind ie Grenzwerte für Trinkwasser in der Trinkwasserverordnung unter anderem für die Schwermetalle Blei (0,005 mg/l ab 2028), Kupfer (2 mg/l), Chrom (0,025 mg/l (ab 01/2030) und Nickel (0,020 mg/l) festgelegt.

Aus wissenschaftlicher Sicht existieren derzeit keine gesicherten medizinischen Wirkungsnachweise. Schungitwasser sollte daher sachlich als traditionelle Anwendung betrachtet werden, ohne gesundheitliche Versprechen.

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  1. Was kann man mit Schungit machen?
  2. Wie unterscheidet sich Schungit von Edel‑Schungit?
  3. Wie erkenne ich echten Schungit und worauf muss ich beim Kauf achten?
  4. Wie bereite ich Schungitwasser korrekt zu?
  5. Kann Schungit Wasser tatsächlich reinigen?
  6. Hilft Schungit gegen elektromagnetische Felder (EMF)?
  7. Wie pflege und reinige ich Schungit richtig?
  8. Welche Formen und Anwendungen gibt es bei Schungit (Pyramide, Kugel, Schmuck)?
  9. Welche Erfahrungen berichten Anwender?
  10. Gibt es Risiken oder Nebenwirkungen bei der Nutzung von Schungit?

Die kommenden Artikel beantworten jede Frage ausführlich und seriös.

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